RindRindermast„Wir halten nichts davon, sich Trends dogmatisch zu unterwerfen.“

„Wir halten nichts davon, sich Trends dogmatisch zu unterwerfen.“

Ein Interview von Karin Ch. TAFERNER, LANDWIRT Redakteurin

LANDWIRT: Vor drei Monaten haben Sie in Oberösterreich die Wurst- & Schinkenproduzenten Landhof und Loidl übernommen. Der Verkäufer Vivatis nannte als Gründe für den Verkauf die Marktsituation mit Überkapazitäten, starken Verdrängungswettbewerb sowie nationalen und internationalen Kostendruck. Das schreckte Sie nicht ab?

Norbert Marcher: Es stimmt, dass in der österreichischen Fleischwirtschaft auf allen Stufen – der Schlachtung, der Zerlegung und der Verarbeitung – Überkapazitäten bestehen. Insofern ist klar, dass starker Wettbewerb herrscht. Grundsätzlich wirkt sich Wettbewerb positiv als Anreiz aus, Innovationen und Effizienz zu steigern, und dient damit der österreichischen Fleischwirtschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Wo sehen Sie das Potenzial in diesen Marken?

Grundsätzlich sehen wir uns als Dienstleister sowohl an der Landwirtschaft wie auch an unseren Kunden und am Konsumenten. Zu unseren Kunden zählen Unternehmen aus dem Gewerbe, der Industrie, des Lebensmitteleinzelhandels, des Lebensmittelgroßhandels, des Diskonts sowie der Systemgastronomie. Unsere Produkte gelangen unter einer Handelsmarke oder auch unter unseren Eigenmarken auf den Markt. Mit Landhof und Loidl haben wir zwei starke traditionelle Marken dazu gewonnen, die für hochwertige, österreichische Veredelung stehen.

„Bei Rindfleisch gibt es ausreichend Möglichkeit unterschiedliche Geschmackspräferenzen zu bedienen““