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Ohne Plage auf die Waage

Von Eckhard MEYER

In der Schweinemast führen enge Gewichtskorridore der Schlachtmasken leicht zu 10 Euro Abzug je Mastschwein. Erfahrene Berater schätzen, dass durchschnittlich 5 Euro je Mastschwein verloren gehen, weil diese zu leicht oder zu schwer verkauft werden. Die so entstehenden Verluste sind nicht nur auf eine Jahresmenge eines Betriebes bezogen gerechnet horrend. In mageren Zeiten ist damit schnell der ganze Gewinn weg. Heute trägt auch das hohe Zunahmeniveau der Mastschweine dazu bei, dass die Schweine in kurzer Zeit über die Gewichtsgrenzen „hinausschießen“. Die Schlachtschweine werden deshalb nach der Vorausstallung in der Regel im Wochenabstand ausgestallt. Bei einer Sortierung mit bloßem Auge entstehen dabei häufig Sortierverluste. Wegen des hohen Arbeitsaufwandes wird es häufig unterlassen, die Schweine einzeln zu wiegen. Der dabei zu schulternde Arbeitsaufwand ist deshalb so hoch, weil das Wiegen auf konventionellen Einzeltierwaagen nur absätzig und gegen den Widerstand der Tiere erfolgen kann. Meist ist es nur unter Aufwendung von massivem Druck möglich, die ausgemästeten Schweine auf einer Waage außerhalb ihrer vertrauten Bucht zu wiegen.